Demis Volpi zeigt eine sehr persönliche und poetische Choreographie in Toronto
mit seiner ersten Uraufführung für Kanadas nationale Ballettschule, an der er selbst ausgebildet wurde.
Vom 05.08.2014 | Permalink »
Uraufführung von Marco Goeckes "Deer Vision" zur Eröffnung des Schweizer Steps Festivals
Der Schweizer Tagesanzeiger schreibt am 26.4.2014:
Foto: Judith Schlosser
“Den atemraubenden Abschluss des Abends bildet «Deer Vision» von Marco Goecke. Sein Stück beginnt im Nebel, mit auf den Bühnenboden trommelnden Ästen und einem Solo, welches das Publikum schon mit dem ersten Zucken, dem ersten Schlag in seinen Bann zieht. Goeckes Bewegungssprache vermittelt in ihrer kantigen Schroffheit immer auch eine verzweifelte Suche nach zärtlicher Annäherung. Wie ängstliche Tiere im Wald beben die Tänzer auf der halb dunklen Bühne. Und gleichzeitig scheint jeder Ton aus dem Orchestergraben (Musik: Arnold Schönberg) in den Körpern seine Entsprechung zu finden. Die spürbare Verletzlichkeit der Kreatur wäre kaum auszuhalten, blitzte nicht immer wieder auch Witz auf.
Dann fauchen sich die Goecke-Geschöpfe an, und am Schluss schiebt sich ein dunkler Fels wie Unheil in den noch immer wabernden Nebel. Fast ist man froh, dieser unheilen und wahren Welt entkommen zu sein – aber gleichzeitig wünscht man sich, den Abend gleich noch ein zweites Mal zu erleben.”
Vom 26.04.2014 | Permalink »
Großer Jubel über die Uraufführung von Demis Volpis "Aftermath" beim Stuttgarter Ballett
Foto: Ulrich Beuttenmüller
Die neue Zürcher Zeitung schreibt am 22. April 2014: (…) “ist der dritte Teil des Ballettabends ein Geniestreich sondergleichen. Demis Volpi, seit der Spielzeit 2013/14 Hauschoreograf in Stuttgart, wurde für sein erstes Handlungsballett «Krabat» hochgelobt und gilt seither als aufstrebender Ballettchoreograf. Dass diese Einschätzung völlig berechtigt ist, hat der gebürtige Argentinier jetzt auch in seinem neusten Werk «Aftermath» gezeigt. Es ist ein Stück für Frauen zu Musik von Michael Gordon und widmet sich den Künstlern und der Notwendigkeit ihrer Existenz für die Gesellschaft.
Zu Beginn tanzt Hyo-Jung Kang ein atemberaubendes Solo, sie rudert hilfesuchend mit den Armen und lässt ihre Füsse blitzschnell springen und schlagen. Nach und nach formt das weibliche Corps de Ballet einen Halbkreis um die Tanzende, vollführt mechanische Bewegungen und manövriert die Tänzerin als eintönig grauen Schwarm durch den Raum. Die Einzelne kann zwischendurch ausbrechen und ihre Verrücktheit ausleben, wird jedoch alsbald wieder von der Gruppe eingeholt – eine Künstlerin inmitten einer Masse, die ohne das kreative Individuum nicht existieren kann.
Zum Ende trippeln die Tänzerinnen mit ihren Spitzenschuhen von der Bühne und lassen die Geräusche hinter den Kulissen zu einem platzregenähnlichen Getöse anschwellen. Wenn sich die Tänzerinnen dann unter begeistertem Applaus verbeugen, weiss man, dass dieses Stück den Höhepunkt des Abends bildet.”
Vom 22.04.2014 | Permalink »


