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Stuttgarter Ballett feiert deutsche Erstaufführung von Marco Goeckes "Le Spectre de la Rose"

Angela Reinhardt schreibt in der Esslinger Zeitung:
"Auch „Le Spectre de la Rose“ wurde einst durch Nijinsky be-
rühmt, das kurze Ballett zeigt eine Frau, die vom Geist einer Rose
träumt. Mit wehenden Rosenblättern und einem ziemlich irren Geist
macht sich Marco Goecke darauf seinen eigenen, exzentrischen Reim.
Für ein Goecke-Ballett zeigt das Stück ungewöhnlich viel Hüft-
schwung, er wird gar zu einem der Leitmotive. Der Stuttgarter Haus-
choreograf ignoriert geflissentlich das musikalische Stichwort für den
großen Auftritt des Rosengeistes, lässt den grandios agilen Adam Rus-
sell-Jones lieber später hereintänzeln und frenetisch auf der Stelle
hüpfen. Goecke spielt mit der Vorlage, zitiert verträumt eine Nijins-
ky-Pose und reagiert auf Carl-Maria von Webers jubelnden Walzer auch
mal mit erstaunter Ironie. Wie so oft nimmt er nicht die musikalische
Struktur zur Kenntnis, sondern quasi nur die Schaumkrönchen der
Partitur. Im virtuosen Einsatz feinster Echos des akademischen Voka-
bulars fällt wieder einmal auf, was für ein meister hafter Handwerker
dieser Choreograf bei all seinen durchgeknallten Ideen ist. Schwere-
los huscht der Tänzer über die Rosenblätter, verkrallt sich in die Luft,
umschwänzelt die in sich versunkene Agnes Su und wird zu ihrem
liebenden, lyrischen, duftigen Traum."

Die Träumende und der Geist der Rose: Agnes Su und Adam Russell-Jones in Marco Goeckes „Le Spectre de la Rose“. Foto: Stuttgarter Ballett

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Vom 09.02.2017 | Permalink »

Marco Goeckes "Nijinski" wird mit dem renommierten Preis "Danza&Danza 2016" ausgezeichnet

Goeckes Erfolgsballett "Nijinski" wird weiter mit Preisen ausgezeichnet, in der Januar/Februar Ausgabe 2017 der Zeitschrift Danza&Danza nun mit dem italienischen Preis für die "Beste Choreographie 2016". Auch Rosario Guerra, der die Rolle des "Nijinski" tanzt, ging nicht leer aus: Er erhielt den "Premio Danza&Danza" in der Kategorie "Bester Tänzer 2016"
Gauthier Dance, für die die Choreographie im Juni 2016 entstanden ist, hat bereits folgende Gastspiele für 2017 geplant:
11. Februar 2017 - Teatro Amilcare Ponchielli Cremona (Italien)
14.-19. März 2017 - The Joyce Theatre New York City (USA)
28. - 30. April 2017 - Schauburg Munich (D)
6. und 7. Mai 2017 - Maifestspiele Wiesbaden (D)
Foto: Regina Brocke
Tanz: Rosario Guerra

Vom 29.01.2017 | Permalink »

"Abgrundtief gute Kunst" - Zwei Jahre nach seiner Uraufführung hat Goeckes "Lonesome George" Premiere in Düsseldorf

Filmausschnitt von "Lonesome George" mit dem Ballett am Rhein:
https://www.youtube.com/watch?v=Kz_e54Ef0xs

Foto: © Gert Weigelt
Tanz: Marlúcia do Amaral, Michael Foster

Die Deutsche Bühne schrieb über Goeckes Stück:
“ … Dazu passte inhaltlich das für Streichorchester umgearbeitete Streichquartett opus 110 von Dmitri Schostakowitsch, das im Mittelteil des Abends die Grundierung für Marco Goeckes „Lonesome George“ bildete, eine Choreographie, die im Mai 2015 bereits Teil von b.24 war, benannt nach einer uralten Schildkröte, der letzten ihrer Art. Schön, den „George“ wiederzusehen: wie die anderen zwei in b.30 ein Stück über Einsamkeit, aber mit mehr Mut zum Tanz selber. In dem ständig benebelten, schwarzen, kahlen, karg beleuchteten Raum der Bühne treibt die dunkel gekleideten elf Tänzer eine Hektik an, die aus jeder neckischen T-Shirt-Beschriftung herausgewachsen ist. Dieses Ellbogenklappern, Armerotieren, Schulternheben, Händezittern und das Abtasten des äußerlichen Körpers, rauf, runter, überkreuz, wirkt wie ein unablässiges Versichern der eigenen Existenz, ein Buddeln nach dem ewig Unfasslichen. Abgrundtief gute Kunst.”

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Vom 29.01.2017 | Permalink »

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