TalbotRunhof präsentiert seine Winterkollektion in Paris - die Choreographie schuf Cayetano Soto
Nachdem Soto die beiden Modedesigner für die Produktion von "Carmen" in Dortmund engagiert hat, haben sie nun ihn eingeladen, für die Präsentation ihrer Winterkollektion in Paris ein Solo für die erste Solistin des Bayerischen Staatsballetts Lisa-Maree Cullum zu choreographieren.
PARIS, Mar 11, 2010 / FW/ — “Dance she did, and dance she must – between her two loves.”
Talbot Runhof presented a beautiful collection inspired by Hans Christian Andersen’s fairy tale, “The Red Shoes”. In an equally beautiful location (the Imperial Salon of the Westin Paris) Mr. Runhof did not disappoint.
Understanding the female form and her desire to be sexy, strong and beautifully attired, Mr. Runhof gave his client much to choose from. Acutely executed silhouettes in wonderful autumn tones were only complimented by the amazing evening gowns.
FashionWindows cannot underscore enough how impressed we were with the ending performance of Munich’s Prima Ballerina: Lisa-Maree Cullum performing a naturally choreographed piece by Cayetano Soto to Adrian Klumpes “Unrest”!
Brava! Brava! Brava!
[ERROL MURRAY]
Photos by THOMAS BARNES
Paris Prêt-a-porter Fall 2010
Vom 18.03.2010 | Permalink »
27.2.2010 in Arnheim: Premiere von Cayetano Sotos neuer Kreation "Kiss me goodnight"
Seiner Mutter, die ihm bis heute einen Gutenachtkuss gibt, widmet der Choreograph sein neues Stueck "Kiss me good night".
Foto: Hans Gerritsen
Er evoziert darin Kindheitserinnerungen, die ihn bis heute praegen und nimmt sich auch als erwachsener Kuenstler das Recht, die Welt mit Kinderaugen betrachten zu duerfen. Das Oberkereuzberger Nasenfloetenorchester spielt auf Kinderinstrumenten, die Musiker der Gruppe “Beirut” ueberzeugen gleichwohl durch ihren jugendlichen Charme und durch Texte aus vergangenen Zeiten. Soto hat zu diesen musikalischen Assoziationen wunderbar verspielte Pas de Deux entwickelt. In ihrer Freude am Ausprobieren scheinen die Taenzer jede technische Schwierigkeit zu vergessen, obwohl sie an ihre koerperlichen Grenzen gehen. “Kiss me good night” beweist, dass Virtuositaet, Schnelligkeit und Perfektion nicht im Gegensatz zu Naivitaet und Zerbrechlichkeit stehen.
Vom 27.02.2010 | Permalink »
Der Tanzkritiker Hartmut Regitz schreibt über die Uraufführung von Marco Goeckes "Pierrot Lunaire"
Foto: Hans Gerritsen
Nacht muss es sein, wenn Goeckes Sterne strahlen. Für den Hauschoreografen des Stuttgarter Balletts ist das Dunkel noch immer Licht genug – und in Holland wird der Meister aus Deutschland nicht ohne Grund als Erfinder des «ballet noir» gefeiert, so eingeschwärzt sind all die Stücke, die er seit einer Reihe von Jahren als Artist in Residence für das Scapino Ballet Rotterdam erarbeitet hat. Ein «Pierrot lunaire» kommt da nicht zufällig, und in der Tat hat das Schönberg-Opus seinen Interpreten schon vor längerer Zeit nachhaltig beeindruckt. Schließlich sieht sich Goecke selbst als Dichter, und die «Dreimal sieben Gedichte» von Albert Giraud, die Arnold Schönberg vor fast genau hundert Jahren vertont hat, lassen sich bei der ersten Begegnung ebenso wenig fassen wie seine eigenen Werke.
Anders als Glen Tetley, dessen «Pierrot lunaire» seit 1962 auf dem Programm vieler Ballettkompanien steht, versucht Goecke erst gar nicht, Licht in eine Geschichte zu bringen, die Giraud im übrigen gar nicht erzählt. Er lässt vielmehr die Körper seiner Tänzer sprechen, macht sie durchlässig für das dichterische Wort, bringt sie nicht zuletzt zum Atmen (was sich am Ende aber wie ein heißeres Krächzen anhört). Mal flattern die acht wie «finstre, schwarze Riesenfalter» über die Bühne. Mal meint man unter ihnen eine «bleiche Wäscherin» zu entdecken. Allein, bevor man ihrer habhaft werden kann, verflüchtigen sie sich, als wär’ all das Theater am Ende aus dem Stoff, aus dem die Träume sind. Allein Rupert Tookey, bleichgesichtig, mit schweißnasser Brust und schwarzen Hosen, gewinnt konkretere Kontur. Doch wie benommen vom alten «Duft aus Märchenzeit», verliert er zwischenzeitlich fast den Boden unter seinen Füßen, so leichtfüßig scheint er zu tänzeln. Allein, es sind am Schluss nur ein paar Luftballons, die schwerelos entschweben oder sich zu weißen Trauben ballen.
Wie in «Bravo Charlie», mit dem das Scapino Ballet den Abend «Reischl & Goecke, choreographen» in der nicht ganz ausverkauften Rotterdamse Schouwburg eröffnet, geht Goecke unbeirrt seinen Weg. Anders als sein Kollege Georg Reischl, der sich in «(framework) 7, 8.» allenfalls als Schrittmacher beweist, nicht jedoch als Choreograf, kümmern ihn Publikumserwartungen wenig. Man mag das bedauern, weil das Dunkel eben nicht immer Licht genug ist. Aber seine Konsequenz ist manchmal schon beängstigend, und deshalb kommt sie der Komposition Arnold Schönbergs auf eine verstörende Weise nahe. Auf den abendfüllenden «Orlando», der Ende der Saison in Stuttgart folgen soll, darf man gespannt sein.
Vom 14.02.2010 | Permalink »


