19. März 2010 - Giselle-Premiere von Paul Julius in Schwerin
Vor der Folie der bekannten Balletthandlung entwickelt Paul Julius in Schwerin seine Version, die mit manch unvorhergesehener Wendung überrascht. Der Choreograph wird mit den Mitteln seiner eigenen Tanzsprache, in die sowohl neoklassische Formen als auch Elemente des Contemporary Dance einfließen, mit der Epoche des klassisch-romantischen Balletts sozusagen „ins tänzerische Gespräch kommen“.
Der Tanz auf Spitze zieht sich dabei durch die ganze Choreographie. Paul Julius’ Interpretation der ursprünglichen Handlung um das Bauernmädchen Giselle, dessen Liebe zu Graf Albrecht tödlich endet, ist nicht an eine bestimmte Zeitepoche oder an Herkunftsunterschiede geknüpft, sondern konzentriert sich ganz auf die zwischenmenschlichen Beweggründe der Protagonisten. Daher wird die Beziehung Albrechts zu seiner Verlobten Bathilde, die in der klassischen Version lediglich angedeutet wird, in Julius Fassung eine wesentliche Rolle spielen. Und auch der sogenannte „weiße“ zweite Akt, in dem traditionell die „Wilis“, die rachsüchtigen Seelen betrogener junger Frauen, ihr Unwesen treiben, erfährt bei ihm eine ganz eigene Deutung.
Weitere Vorstellungen: 21. März und 5. April um 18 Uhr, 9. und 15. April 2010 um 19.30 Uhr im Großen Haus Schwerin
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Klassiker der Moderne feierten am 14. März 2010 in Karlsruhe Premiere
Das "Jeunehomme-Klavierkonzert", das Uwe Scholz urspruenglich fuer Les Ballets de Monte Carlo geschaffen hat, wurde an diesem Abend zusammen mit "Sinfonie in C" von George Balanchine und "Adagio Hammerklavier" von Hans van Manen gezeigt.
Foto: Jochen Klenk
Hier ein Auszug aus der Kritik der Pforzheimer Zeitung:
“Das 1986 uraufgeführte Tanzstück „Klavierkonzert Es-Dur“ des früh verstorbenen Uwe Scholz zu Wolfgang Amadeus Mozarts „Jeunehomme“- Klavierkonzert KV 271 rundet den Abend als reines Ballett-Vergnügen im klassizistischen Stil. Im rasanten Einleitungssatz dominiert Diego de Paula mit angedeutetem Mozartzopf in athletisch spannungsgeladenen Sprungfolge-Runden solistisch elegant vor großen Ensembles die Szene. Sein mimischer Ausdruck ist differenzierter geworden. Jetzt gibt er sich auch nachdenklich ernst oder zeigt den ironisch kommentierenden Schelm. Im dunkel eingefärbten zweiten Satz vermitteln die exzellenten Solisten Elena Gorbatsch und Marcos Menha Liebes- und Todessehnsucht in traumhaft schönen Paar-Sequenzen. Heather Chin beeindruckt im Finalsatz als Partnerin de Paulas mit höchst virtuosen Körpers-Streckungen, bei denen Stand- und Spielbein in atemberaubender Vertikallinie in die Höhe wachsen.”
Vom 19.03.2010 | Permalink »
TalbotRunhof präsentiert seine Winterkollektion in Paris - die Choreographie schuf Cayetano Soto
Nachdem Soto die beiden Modedesigner für die Produktion von "Carmen" in Dortmund engagiert hat, haben sie nun ihn eingeladen, für die Präsentation ihrer Winterkollektion in Paris ein Solo für die erste Solistin des Bayerischen Staatsballetts Lisa-Maree Cullum zu choreographieren.
PARIS, Mar 11, 2010 / FW/ — “Dance she did, and dance she must – between her two loves.”
Talbot Runhof presented a beautiful collection inspired by Hans Christian Andersen’s fairy tale, “The Red Shoes”. In an equally beautiful location (the Imperial Salon of the Westin Paris) Mr. Runhof did not disappoint.
Understanding the female form and her desire to be sexy, strong and beautifully attired, Mr. Runhof gave his client much to choose from. Acutely executed silhouettes in wonderful autumn tones were only complimented by the amazing evening gowns.
FashionWindows cannot underscore enough how impressed we were with the ending performance of Munich’s Prima Ballerina: Lisa-Maree Cullum performing a naturally choreographed piece by Cayetano Soto to Adrian Klumpes “Unrest”!
Brava! Brava! Brava!
[ERROL MURRAY]
Photos by THOMAS BARNES
Paris Prêt-a-porter Fall 2010
Vom 18.03.2010 | Permalink »


