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Marco Goecke: Ein internationaler Ausnahmekünstler in Nürtingen

Die erste institutionelle Ausstellung mit dem zeichnerischen Werk von Marco Goecke gibt es vom 8. Mai bis 3. Juli 2022 in den Räumen der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung in Nürtingen zu sehen. Der programmatische Titel: Kontinent Goecke. Die Vernissage in Anwesenheit des Künstlers ist am Sonntag, 8. Mai 2022 um 11:00 Uhr. Die Einführung hält die Tanzkritikerin Andrea Kachelrieß.

NÜRTINGEN (nt). Die Ausstellung „Kontinent Goecke“ macht die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung in Nürtingen vom 8. Mai bis 3. Juli zur Bühne für eine umfassende Begegnung mit den vielen Facetten im Schaffen des Choreografen Marco Goecke. Erstmals gilt dem international renommierten Choreografen, langjährigen Hauschoreografen des Stuttgarter Balletts (2005 bis 2018), in gleicher Rolle 2006 bis 2012 beim Scapino Ballet Rotterdam tätig und seit 2013 beim Nederlands Dans Theater in Den Haag, eine institutionelle Ausstellung. Sie stellt Marco Goecke, seit 2018 Ballettdirektor an der Staatsoper Hannover, als Zeichner vor und fragt nach den Verbindungslinien im Schaffen des Ausnahmekünstlers. Der Titel „Kontinent Goecke“ verweist bewusst auf die vielen Ebenen in seinem Schaffen und auf die Kraft, mit der Goecke, seit 2019 auch Artist in Residence der Company Gauthier Dance im Theaterhaus Stuttgart, sowohl die Tanzszene als auch Künstlerinnen und Künstler inspiriert. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 8. Mai, um
11 Uhr. Die Einführung hält Andrea Kachelrieß, Tanz- und Ballettkritikerin der Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung. Marco Goecke selbst wird zur Eröffnung erwartet – am Vorabend erlebt innerhalb des Gauthier Dance-Projekt „The Seven Sins“ ein neues Stück von Marco Goecke im Theaterhaus Stuttgart seine Uraufführung.

Im Zentrum der Ausstellung steht die Entdeckung des Zeichners Marco Goecke. Werke aus seinem Besitz und Leihgaben aus Privatbesitz machen mit einer eindringlichen Welt zwischen Traum und Wirklichkeit bekannt. Das Verständnis des Körpers als Skulptur wie auch als Zeichen im Raum machen ganz unterschiedliche fotografische Annäherungen deutlich von Ralf Mohr (Hannover), Jeanette Bak (Gauthier Dance), Roman Novitzky (Stuttgarter Ballett), Rahi Rezvani (Nederlands Dans Theater) sowie dem in ganz Europa aktiven Carlos Quezada.
Lässt sich die choreografische Arbeit von Marco Goecke auch zeichnerisch und plastisch fassen? Dieser Frage stellt sich der Stuttgarter Künstler Jan Hooss. Seine Zeichnungen und Figuren führen die Spannung der Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern auf ganz eigene Weise weiter. Und auch der Entgrenzung von Kostümen ins Skulpturale folgt – mit Unterstützung durch das Staatstheater Stuttgart und das Theaterhaus Stuttgart – diese Ausstellung.

„Dieses außergewöhnliche Projekt“, sagt Susanne Ackermann, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Nürtingen und Geschäftsführerin der Ruoff Stiftung, „hätte Hildegard Ruoff viel Freude gemacht“. Die Mitgründerin der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung, 2020 im Alter von 100 Jahren gestorben, hatte bis 2019 immer wieder mit besonderen Ausstellungsideen überrascht. Ursprünglich für 2020 geplant und wegen der Pandemie wiederholt verschoben, ist „Kontinent Goecke“ nun in den Räumen der Ruoff Stiftung, zu sehen. „Wir alle sind ungeheuer gespannt auf diese Ausstellung“, sagt Susanne Ackermann und betont: „,Kontinent Goecke‘ ist erneut ein Markstein in der Geschichte der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung.“ Ein „großer Dank“ gelte „vor allem“ Nadja Kadel. Als Managerin von Marco Goecke wie als Expertin für sein Werk habe sie „spannende Impulse gegeben“ und „viele Türen geöffnet“. Vor allem aber sei Marco Goecke zu danken – für sein „immer spürbares Interesse an dem Projekt und sein enormes Vertrauen in die Ruoff Stiftung“.

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Freitag, 24. Juni 2022, 19.30 Uhr: Lesung,
Gespräch und Live-Musik mit dem ehemaligen Pianisten des Stuttgarter Balletts George Bailey und der Journalistin Susanne Wiedmann anlässlich ihrer neu erschienen Biografie „Cranko, Haydée – und ich, George Bailey“. Eintritt 10 Euro (verbindliche Kartenreservierung unter j.ortelt@nuertingen.de, Tel. 07022 / 75-358)

Ausstellungszeitraum: 8. Mai bis 3. Juli 2022
Öffnungszeiten: donnerstags 15-18 Uhr,
sonntags 14-18 Uhr; an Himmelfahrt und Fronleichnam geöffnet
Öffentliche Führungen: Donnerstag, 12. Mai,
18 Uhr und Sonntag, 29. Mai, 15 Uhr (Anmeldung per Mail an j.ortelt@nuertingen.de oder telefo¬nisch unter 07022 75-358.)
Das Tragen einer FFP2-Maske wird empfohlen.
Adresse: Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung, Schellingstraße 12, 72622 Nürtingen

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(01.05.2022)

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