Agentur für Ballett/Tanz und Bühne

Marguerite Donlon

Marguerite Donlon wurde im irischen County Longford geboren. Nachdem sie in ihrer Kindheit vornehmlich mit traditionellem irischen Tanz in Berührung gekommen war, nahm sie im vorgerückten Alter von 16 Jahren eine Ballettausbildung bei Anica Dowson und Dorothy Stevens auf. Ihr erstes Engagement als Tänzerin führte sie zum English National Ballet – damals unter Leitung von Peter Schaufuss –, im Jahre 1990 wechselte sie dann als Solistin zum Ballett der Deutschen Oper Berlin, wo sie mit Tanzgrößen wie Natalia Makarova, Rudolf Nurejew und Sir Kenneth MacMillan zusammenarbeitete und in Stücken von Maurice Béjart, William Forsythe, Bill T. Jones, Meg Stuart und Jiří Kylián auftrat.
Seit 2001 ist Marguerite Donlon Ballettdirektorin und Choreografin am Saarländischen Staatstheater und hat die dortige Ballettcompagnie, die auch unter dem Namen “Donlon Dance Company” in Erscheinung tritt, zu einem angesehenen und gefragten künstlerischen Ensemble geformt, das zu Festivals in Deutschland, Belgien, Luxemburg, Irland, Südkorea und den USA eingeladen wurde und mit dem sie für ARTE zwei Tanzfilme produziert hat.
Ergänzend zu ihrer Arbeit in Saarbrücken hat Marguerite Donlon für zahlreiche Ballettcompagnien rund um den Erdball Choreografien geschaffen, etwa für das Ballett der Wiener Staatsoper, das Nederlands Dans Theater II, das Stuttgarter Ballett oder das Ballett der Komischen Oper Berlin.
Im Herbst 2005 choreografierte sie ein Auftragswerk für die Hubbard Street Dance Company Chicago, die mit der Begleitung des Chicago Symphony Orchestra unter Pinchas Zukerman uraufgeführt wurde und vom Los Angeles Philharmonic (Leitung: Sir Andrew Davis) für die Sommersaison 2006 in die Hollywood Bowl eingeladen wurde. Zum Beckett-Jahr 2006 schuf sie außerdem im Auftrag des Théâtre National du Luxembourg die Stücke “Words and Music” und “Act without words 1”, die auch bei den Ruhrfestspielen 2006 in Recklinghausen aufgeführt wurden. Für ihre Choreographie “Giselle:Reloaded” wurde Marguerite Donlon im Frühjahr 2007 für den “Prix Benois de la Danse” nominiert. Im September 2007 erhielt sie für “Romeo und Julia” eine Nominierung für den Deutschen Theaterpreis “Der Faust” in der Kategorie “Beste Choreografie”. Vom Ministerpräsidenten des Saarlandes wurde ihr im Oktober 2007 der Saarländische Verdienstorden verliehen.
Videokunst und Installationen sind ein wichtiger Bestandteil von Marguerite Donlons künstlerischer Sprache, wovon die Filme “Lokus” und “Kitchen-Dance Berlin” sowie Installationen wie “Hitomi@Home“, “Bubbles over head” oder “Strange Encounters” Zeugnis ablegen.
Mit stilistischer Innovation, irischem Humor und der Verbindung unterschiedlicher Kunstformen hat sich Marguerite Donlon zusammen mit ihrer Compagnie einen festen Platz in der deutschen und internationalen Tanzszene erobert.

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